Gibt es eine Lügenpresse?

Manipulieren bzw. verdummen die Medien die Öffentlichkeit?
Hat in den letzten Jahrzehnten eine systematische Umerziehung stattgefunden?

Auch Journalisten sind nur Menschen. Auch sie können irren. Niemand verlangt von ihnen die absolute Unfehlbarkeit. Aber wenn von der Lügenpresse die Rede ist, geht es nicht um verzeihliche Entgleisungen oder Versehen - es geht um den Vorwurf der gezielten Meinungsmanipulation. Darum, dass der Bevölkerung fundamentale Grundsätze ganz bewusst falsch vermittelt werden mit dem Ziel, massiven Einfluss auf existentielle Richtungsfragen zu nehmen.

Im Laufe der Jahrzehnte hat besonders in Deutschland durch gehirnwäscheartige Propaganda eine Umerziehung stattgefunden, die einen äußerst fragwürdigen Wertewandel herbeigeführt hat.
Der souveräne Nationalstaat ist in Ungnade gefallen, er wird vom Establishment und vor allem von linksorientierten Politikern, Intellektuellen und Künstlern verachtet und verhöhnt. Wer sich in unserer ach so liberalen Gesellschaft nicht der künstlich entfachten, antideutschen bzw. antinationalen Bewegung anschließt, wer nicht die politische Vereinigung Europas als Ziel aller Sehnsüchte verinnerlicht, der wird beleidigt, ausgegrenzt, angefeindet und als fremdenfeindlicher Rassist oder Rechtsradikaler verunglimpft.

 

Plumpe Demagogie:
"Unsere Gesellschaft ist auf Zuwanderer angewiesen!"

Dank jahrzehntelanger medialer Dauerberieselung fällt es zum Beispiel niemanden mehr auf, wenn führende Politiker via Fernsehen verkünden, "Unsere Gesellschaft sei nun einmal auf Zuwanderer angewiesen!". Der verhängnisvolle Trugschluss wird leider von einer eingeschüchterten Bevölkerung als unverrückbare Tatsache akzeptiert.

Aber einmal ernsthaft: Warum ist ausgerechnet das dichtbesiedelte Deutschland auf Zuwanderer angewiesen? Sind unsere Straßen und Städte zu leer, gibt es noch immer zu viele unbebaute Wiesen und Wälder? Deutschland ist von der Fläche kleiner als Schweden, hat aber die neunfache Einwohnerzahl. Ist das entschieden zu wenig? Ober glaubt jemand tatsächlich noch an das Ammenmärchen vom Fachkräftemangel, der sich nur über eine kräftige Zuwanderung beheben lässt?

Auch in anderen Grundsatzfragen wird von den Medien selten etwas kritisch hinterfragt. Darf die Rückkehr zur DM in einer liberalen Gesellschaft nicht einmal erwogen werden? Muss man die EU als Transferunion akzeptieren? Muss man die Billiggeldschwemme der EZB, die Null-Zins-Politik, die gigantischen Schuldenerlasse in Kauf nehmen? Ist die Brüsseler Vorschriftenflut unvermeidbar, darf an ihrer marktfeindlichen Subventionspolitik nicht gerüttelt werden? Gibt es zum innereuropäischen und globalen Lohn- und Steuerdumping keine Alternative, wären schützende Zollgrenzen ein Anachronismus, ein Rückschritt oder gar ein abartiges Verbrechen?

Hat sich das Schengener Abkommen, der Wegfall der EU-Binnengrenzen, tatsächlich bewährt? Darf ein Deutscher nicht mehr stolz sein auf sein Heimatland, muss er im ewigen Büßerhemd herumlaufen und tagtäglich über die Medien an die Verbrechen des Hitlerregimes erinnert werden (im vermeintlichen Kampf gegen das Vergessen)? Gibt es eine Kollektivschuld, die sich auf alle Nachfolgegenerationen vererbt - bis in alle Ewigkeit?

 

Der ultranaive Sozial- und Rechtsstaat...

Allein 800 Millionen der 1,1 Milliarden Afrikaner sehen laut Umfrage ihre Zukunft in Europa (die meisten davon in Deutschland). Können wir die alle aufnehmen? Oder können wir zumindest 10 Prozent davon, also 80 Millionen, hierzulande integrieren?
Ist es tatsächlich so, dass jeder Erdenmensch das Recht hat, in Deutschland Asyl zu beantragen, wie unserer Bevölkerung von höchster Stelle eingeredet wird? Und wenn das so ist, darf das Asylrecht selbst dann nicht abgeändert oder abgeschafft werden, wenn die Widersprüche unseres kontrovers interpretierbaren Grundgesetzes geradewegs in den Abgrund führen?
Warum wird von der Politik und den Medien unsere Verfassung ständig als unverrückbares, göttliches Heiligtum verkauft - wo sie doch von fehlbaren Menschen ersonnen wurde und die Lebensverhältnisse kurz nach dem verlorenen 2. Weltkrieg ganz andere waren als heute?
Wie handlungsunfähig unser Rechtsmittelstaat inzwischen geworden ist, zeigt der klägliche Umgang bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber: Unsere Exekutive ist hoffnunglos überfordert und steckt in der Zwangsjacke einer ultraliberalen (weltfremden) Legis- und Judikative.

 

"Deutsche verschließen die Augen vor der Wirklichkeit!"

Ausländische Beobachter werfen den Deutschen oft eine realitätsferne Wahrnehmung vor. Sie haben erkannt, dass Deutschland nicht das Sozialamt dieser Welt sein kann und auch kaum imstande sein wird, die zahlreichen globalen Kriegs- und Krisengebiete zu befrieden oder zu reformieren.
In unseren Medien und im Bundestag hat sich diese simple Einsicht leider noch nicht so richtig durchgesetzt. Da wird gerne so getan, als könne Deutschland wie durch Zauberhand in Afrika, Asien und Südamerika die brutalen Diktaturen beseitigen, die allgegenwärtige Korruption beenden und einen rechtsstaatlichen, demokratischen Sozialstaat nach dem andren etablieren. "Man müsse doch endlich die Flüchtlingsursachen bekämpfen" heißt es immer wieder anmaßend und vorwurfsvoll.

 

Die Demokratie lebt von der Gegenrede ...

Nach allgemeiner Auffassung lebt die Demokratie von der Gegenrede. Das sieht ein Gutteil der deutschen Politiker, Journalisten und Redakteure offenbar ganz anders. Wer es wagt, eine vom eingetrichterten Mainstream abweichende Meinung zu haben, muss damit rechnen, als rechtspopulistischer, rechtsradikaler und demokatiefeindlicher Unmensch betitelt zu werden, "der aus der Vergangenheit nichts gelernt hat". Parteien, die konkrete Alternativen zur gewohnten Standardpolitik bieten, wird einfach vorgeworfen, sie böten keine Lösungen und hätten kein echtes Konzept.

Wenn in einer vermeintlich repräsentativen Demokratie 40 % der Bevölkerung sich nicht mehr im Bundestag vertreten fühlen (weil die etablierten Parteien sich in entscheidenden Grundsatzfragen alle einig sind), sollte dies zu denken geben.

Die Medien hätten die Aufgabe, objektiv über die Widersprüche in dieser Gesellschaft zu berichten und offen zu sein für eine alternative Politik. Sie werden diesem Anspruch, so sehe ich das jedenfalls, nur unzureichend gerecht. Dazu einige Beispiele:

 

Stirbt Deutschland wirklich aus?
Ist der demografische Wandel besorgniserregend?

Die dreiste Proklamation des Fachkräftemangels!

Der Witz des Jahrhunderts:
"Wir müssen Europa besser erklären!"

Globalisierung: "Das kann man bei uns ja nicht mehr produzieren!"
Müssen Schuhe, Textilien, Computer, Handys usw. unbedingt in Lohndumpingländern hergestellt werden?

Ist die AfD rechtspopulistisch?
Missbrauchen die Medien den Kampfbegriff?

"Die AfD hat doch gar kein Programm, sie bietet keine Lösungen!"

Nach Deutschland kommen ausschließlich Wirtschaftsflüchtlinge!
Wer ein halbes Dutzend sicherer Staaten durchquert hat, ist kein Kriegsflüchtling mehr.

Warum werden in einer Demokratie die Volksinteressen so wenig geachtet?

"Deutschland profitiert..." Die dreisten Parolen der Demagogen.

Wir leben in einer Lobbykratie, in einer von Lobbyisten durchdrungenen Demokratie!

Globalisierung: Die Ignoranz der Fakten
"Es gibt auch einige Verlierer der Globalisierung" räumt die Kapitallobby ein. Welch ein Hohn! Was für eine ungeheuerliche Untertreibung!

 

© Manfred J. Müller, Flensburg, 2016

Home (Eingangsseite www.anti-luegenpresse.de)

Impressum

 


Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er ist Autor verschiedener Bücher zu den Themenkomplexen Globalisierung, Kapitalismus und Politik.

Zuletzt erschienen:
Trilogie "Das Kapital": Band I -
DAS KAPITAL und die Globalisierung - nur Euro 13,50
Trilogie "Das Kapital": Band II - DAS KAPITAL und die Weltwirtschaftskrisen - nur Euro 5,80
Trilogie "Das Kapital": Band III -
DAS KAPITAL und der Sozialstaat - nur Euro 7,90
RAUS AUS DER EU oder durchhalten bis zum Untergang? - nur Euro 5,90
Der Freihandelswahn - nur Euro 6,50
Menschlichkeit kennt keine Grenzen. Dummheit aber auch nicht! - nur Euro 6,80

Manche Texte von M. J. Müller fanden auch Einzug in Schulbücher oder werden zur Lehrerausbildung herangezogen.